Ende meines Sprachkurses
Ende meines Sprachkurses in Tagalog
Mein Sprachkurs neigt sich dem Ende. Ich bin wirklich froh über die Bereicherung dieser Sprache. Tagalog ist nicht wie viele europäischen Sprachen. Darum war es manchmal auch anstrengend Wörter zu lernen, die ähnlich klingen. Nun gilt es konsequent anzuwenden und zu erweitern, was ich gelernt habe. Dass das nicht immer ganz einfach sein dürfte in einem Umfeld wo eben Tagalog nicht eigentliche Muttersprache ist, ist auch klar.
Ich betrachte diese Sprache mehr als eine "Erweiterung" im Sinne von "Hilfe zur noch besseren Verständigung speziell mit den Ärmsten". Nur, wenn ich die Menschen Kulturell und damit eben auch sprachlich verstehe, kann eine Zusammenarbeit wirklich so erfolgen, wie sie nützlich ist. Meine Ideen, die ich schon habe, müssen da immer im Hintergrund bleiben, denn sie sind eben auch europäisch. Ich freue mich sehr auf all die Menschen, die ich schon kennen lernen durfte und auf das Projekt mit den Menschen. Dass Gut Ding Weile haben will, will ich dabei ernst nehmen.
Ich bete täglich für alle meine Freunde und fühle mich dadurch sehr mit euch allen verbunden. Ich bin auch überzeugt, dass es nicht nur eine Vorstellung ist. Meine Erfahrung und Überzeugung zeigt mir, dass es eine wirkliche Verbindung ist.
Die Wahlen sind nun ja fast vorbei. Bis die letzten zwei Senatoren ausgezählt sind, kann es sich ja nur noch um Tage handeln. Für mich war es tatsächlich eine sehr interessante Zeit und sehr lehrreich zudem. Viele wissen, dass in den letzten zwei Monaten viel geschehen sind. Vor allem beschäftigen mich die vielen Morde im Zusammenhang mit den Wahlen. Aber auch die anderen Morde sind ein übles Zeichen. Ich bin aber guter Dinge, dass wir alle durch gemeinsames Arbeiten das Antlitz der Welt step by step verändern. Auch wenn es kleine Schritte sind, es sind doch unsere Schritte. In diesem Zusammenhang kann ich euch alle beruhigen. Denn meine Situation hier ist nicht extrem gefährdet. Es ist wichtig für alle Reisenden, stets vorsichtig und aufmerksam zu sein. Vorsicht ist vor allem dann geboten, wenn einmal eine Routine aufkommt. Dann wäre es möglich, sich sicherer zu fühlen, als man (auch als Ausländer) in Wirklichkeit ist.
In den vergangenen zwei Monaten durfte ich mit den Steyler Missionaren (SVD) zusammen wohnen. Die SVD-Missionaries haben mir wirklich einen spannenden, interessanten und "farbenprächtigen" Aufenthalt ermöglicht. Es könnte nicht mehr besser sein. Sie haben mich nicht nur in vieles Eingeführt und mit mir besprochen, sondern ich hatte auch die Gelegenheit viele Leute aus aller Welt kennen zu lernen. Interessant waren viele Ausflüge, die wir unternommen haben. Hilfreich war das Asia-Pacific-Treffen der SVD hier. Missionare aus ganz Asien trafen sich und besprachen ihre Anliegen. Das gab mir doch einen guten "Draht" zur weiten Welt.

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