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Visting People

Besuche

Oft besuche ich die Menschen in den Barangays – manchmal gehe ich einfach zu den bereits bekannten Menschen oder besuche Kranke. Doch für Schweizer Verhältnisse kann kaum von „Betreuung“ die Rede sein. Meine Mittel sind derart eingeschränkt und die Menschen so arm, dass wir kaum die exakt richtigen Medikamente beschaffen können, wenn überhaupt. Darum habe ich bereits mit einem kleinen Kräutergarten angefangen, den ich nach und nach in den ärmsten Barrios neben den Grundschulen einrichten möchte. Die Lehrer sind sehr entgegenkommend und möchten auch mitmachen. Anyway freuen sich diese jedes Mal auf einen Besuch. So plane ich, in Zukunft bereits die Kinder mit den wichtigsten Heilpflanzen für den Alltag vertraut zu machen. Ich selber habe da auch noch viel zu lernen.

Die Tochter von Joselyn hat sich den Finger verbrannt und nun habe ich ihr gezeigt, wie sie den Finger ihrer Tochter möglichst gut desinfizieren und verbinden kann, um eine Infektion zu verhindern. Das Verbandsmaterial hat sie von mir bekommen – es ist verhältnismässig günstig. Die Familie hat mich zum Essen eingeladen. Es gibt einen getrockneten und nun gebratenen Fisch – sie geben mir als Gast selbstverständlich den grössten – und Reis ohne Gemüse. Die Kinder sind nicht gerade das, was man unter „wohlgenährt“ versteht. Die Familie wohnt in einem Bahaj Kubo (Nipa-palm-hütte).

Dann geht’s weiter zu Geralyn, die ein entzündetes Auge hat und darum heute nicht zur Schule geht. Ich werde sie morgen noch einmal besuchen und das Auge ansehen. Sie hat eine ersichtliche Entzündung im rechten Auge, die ich kontrollieren möchte. Die Menschen schämen sich oft, ins Gesundheitszentrum zu gehen. Und da das Mädchen heute nur Gemüse mit wenig Reis zum Mittagessen bekam, gebe ich ihr Früchte, die zwar nicht teuer sind, aber für die Armen dennoch zu teuer, um sie täglich zu haben. Die elfjährige Geralyn lebt mit ihrer Grosmutter, weil die Eltern sie nicht miternähren können. Die Grossmutter bedankt sich bei mir und Geralyn lächelt als ich die beiden verlasse.

Kurz darauf passiere ich ein Haus, um Francisco und seine Familie zu besuchen. Die Frau hat eine Hypothyreose, die sie nicht behandeln kann. Sie möchte die Krankheit abklären lassen. So besprechen wir gemeinsam das vorgehen. Doch weil Regenzeit ist, kann sie nicht jederzeit weg. Manchmal sind die Strassen nicht passierbar und manchmal muss sie einfach für ihre drei Kinder oder den Verkauf von Gemüse da sein. Alles braucht einfach viel Zeit.

Dann gehe ich zur Apotheke, um die Preise zu vergleichen und zu überlegen, was ich noch anschaffen könnte. Da treffe ich eine bekannte Nonne, die mir erzählt, dass sie eine schwierige Zeit haben mit dem Beginn ihrer Basisgemeinden. Dann gehe ich weiter, um später zu Hause meine Berichte mit Fotos zu erstellen. Noch immer habe ich niemand gefunden, der mir an einem Abend die Woche Gitarrestunden erteilen könnte. Ich werde weiter sehen.




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Tuberculosis

Tuberkulose

Ich komme gerade von einem Besuch in einem der 82 Barangays von Mangatarem zurück. Immer wieder treffe ich dort stark unterernährte Menschen, die eben keine Verwandten haben, die ihnen helfen könnten. So müssen sie selber schauen, wie sie über die Runden kommen. Wen wundert’s, dass sie dann nur Reis zu essen haben, angereichert mit Pflanzen, die sie in der Umgebung finden. Ich treffe auch immer wieder Menschen mit Fieber und auch kranke Kinder. Heute habe ich eine Familie besucht, die allesamt an Tuberkulose erkrankt sind. Da meine eingeschränkten Möglichkeiten kaum die Unterstützung aller Fälle möglich macht, konzentriere ich mich auf das Notwendigste und versuche neben einer direkten und unbürokratischen Hilfe, eine intensive Zusammenarbeit mit lokalen Ärzten und Behörden. Für mich sind die Tuberkulosefälle und die Armut die grössten Probleme. Beide hängen direkt miteinander zusammen. Doch der Aufbau einer Zusammenarbeit braucht sehr viel Zeit. Jeden Tag versuche ich einen kleinen Rückblick und stelle fest, dass die Fortschritte nur langsam kommen. Nichts desto trotz sind sie sehr bereichernd und erfreulich. Nebst der Armut und all dem Leid, das ich hier sehe und miterlebe, erfahre ich viel Freude und Entgegenkommen von den Menschen. Immer wieder bin ich überrascht, wie herzlich, und offen die Filipinos sind. Wenn ich zu Bett gehe habe ich meist das Gefühl, viele Menschen hätten in meinem Herz Platz genommen.

Zur Erinnerung: Tuberkulose ist eine bakterielle Erkrankung, die jeden Körperteil betreffen kann. Oft findet man Lungentuberkulose aufgrund der Verbreitung durch die Atmosphäre (Luft).


Multiple Drug Resistente (MDR) Tuberkulosekranke in einer Klinik

Video: http://www.aerzte-ohne-grenzen.de/Laender/Laenderauswahl/Armenien/Armenien-Video-XDR-TB.php

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