Tuberculosis
Tuberkulose
Ich komme gerade von einem Besuch in einem der 82 Barangays von Mangatarem zurück. Immer wieder treffe ich dort stark unterernährte Menschen, die eben keine Verwandten haben, die ihnen helfen könnten. So müssen sie selber schauen, wie sie über die Runden kommen. Wen wundert’s, dass sie dann nur Reis zu essen haben, angereichert mit Pflanzen, die sie in der Umgebung finden. Ich treffe auch immer wieder Menschen mit Fieber und auch kranke Kinder. Heute habe ich eine Familie besucht, die allesamt an Tuberkulose erkrankt sind. Da meine eingeschränkten Möglichkeiten kaum die Unterstützung aller Fälle möglich macht, konzentriere ich mich auf das Notwendigste und versuche neben einer direkten und unbürokratischen Hilfe, eine intensive Zusammenarbeit mit lokalen Ärzten und Behörden. Für mich sind die Tuberkulosefälle und die Armut die grössten Probleme. Beide hängen direkt miteinander zusammen. Doch der Aufbau einer Zusammenarbeit braucht sehr viel Zeit. Jeden Tag versuche ich einen kleinen Rückblick und stelle fest, dass die Fortschritte nur langsam kommen. Nichts desto trotz sind sie sehr bereichernd und erfreulich. Nebst der Armut und all dem Leid, das ich hier sehe und miterlebe, erfahre ich viel Freude und Entgegenkommen von den Menschen. Immer wieder bin ich überrascht, wie herzlich, und offen die Filipinos sind. Wenn ich zu Bett gehe habe ich meist das Gefühl, viele Menschen hätten in meinem Herz Platz genommen.
Zur Erinnerung: Tuberkulose ist eine bakterielle Erkrankung, die jeden Körperteil betreffen kann. Oft findet man Lungentuberkulose aufgrund der Verbreitung durch die Atmosphäre (Luft).

Multiple Drug Resistente (MDR) Tuberkulosekranke in einer Klinik
Video: http://www.aerzte-ohne-grenzen.de/Laender/Laenderauswahl/Armenien/Armenien-Video-XDR-TB.php
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